Dynamischer Vortrieb
Dynamisch wirkende Druckluftrammen können Stahlrohre mit einem Durchmesser von bis zu 4000 mm über eine Länge von bis zu 80 m durch die Bodenklassen 1 bis 5 treiben. Bedingt sind auch Rohrvortriebe in der Bodenklasse 6 möglich. Trotz der hohen Schlagenergie von bis zu 40.000 kN werden keine aufwändigen und Platz verschwendenden Widerlager benötigt.
Bis zu 10 Meter in der Stunde
Der schnelle Vortrieb von bis zu 10 m in der Stunde bei gleichzeitige Unversehrtheit der Oberflächen - wie bei Dämmen, Gleisanlagen oder Straßen - gewährleisten im Vergleich zu einer offenen Bauweise eine zeitlich sehr viel kürzere und meist sehr wirtschaftliche Baudurchführung. Da der anstehende Erdkern nicht verdrängt wird, sondern im Zeitraum der Rammung im Vortriebsrohr verbleibt, ist ein Einbrechen der Ortsbrust nicht möglich. Ein zusätzlicher großer Vorteil ist, dass bei einem dynamischen Vortrieb die Überdeckung des Rohres gerade einmal den Außendurchmesser des Rohres betragen kann. Dies ist natürlich stark vom anstehenden Boden sowie von der Nutzung der Oberfläche abhängig.
Bis 80 m durch den Boden
Nach dem Ende der Rammung wird der im Rohr befindliche Erdkern mittels pneumatischer, hydraulischer oder mechanischer Verfahren aus dem Rohr geräumt. Das Einbringen des benötigten Rohres in das Stahlrohr geschieht - abhängig vom Rohrdurchmesser - entweder mittels Einzug oder durch hydraulisches Durchschieben. Der Ringspalt, der zwischen dem Nutzrohr und dem Vortriebsrohr entsteht, wird verdämmt und somit in seiner horizontalen Lage gehalten.
System UHRIG
Da die horizontale Genauigkeit bei konventionellen Rohrvortrieben meist nicht herstellbar ist, wird beim System UHRIG das Stahlrohr im Startschacht in ein halbkreisförmig ausprofiliertes Rohrauflager gelegt. Dieses wird mittels Lasertechnik exakt im geplanten Gefälle hergestellt und garantiert somit eine viel höhere Trefferwahrscheinlichkeit als konventionelle Vortriebe.



