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Leitungstunnel

Herkömmlicherweise werden Leitungstunnel in aufwändiger rechteckiger Ortbetonbauweise oder aus Halbfertigteilen hergestellt. Diese haben jedoch einen enormen Platzbedarf bei der Baustelleneinrichtung. Nachteilig sind dabei auch die lange offen stehenden Gräben, die zudem meist aufwändig verbaut werden müssen.

Rationalität durch Fertigteile
Außerdem entsteht bei der konventionellen Arbeitsweise ein enormer Zeitaufwand, der aus den vorgeschriebenen Endschalungdauern herrührt. Dabei ist die Flexibilität der Rechteckprofile im Bezug auf die Leitungsverteilung innerhalb des Tunnels sehr eingeschränkt. Meist wird sogar das Lichtprofil nach dem größten einzubauenden Versorgungsdurchmesser gewählt, obschon für die kleineren Durchmesser ein sehr viel geringerer Platzbedarf ausreichend wäre. Das System UHRIG schafft angesichts dieser Fülle von Nachteilen eine effiziente und kostenwirksame Abhilfe.

System UHRIG
Durch die Verwendung von Fertigteilen in Form von Betongroßrohren ist im selben Verfahren auch ein Verlegen von Rechteckfertigteilen möglich. So erzielt man mit dem System UHRIG eine zeitlich weitaus kürzere und damit auch wesentlich wirtschaftlichere Baumaßnahme.
Der benötigte Platzbedarf für die Baugrube beträgt gerade einmal 6,5 m, da beim System UHRIG das verlegte Rohr sofort wieder angefüllt wird, siehe: Verlegen von Großrohren
Da Versorgungstunnel meist in hochfrequentierten Straßen oder in sehr beengten Platzverhältnissen gebaut werden, ist es sehr wichtig, dass solche Baumaßnahmen möglichst rasch und mit dem kleinstmöglichen Platzbedarf durchgeführt werden.

Weitere Vorteile gegenüber den Rechteckprofilen liegen in der flexibleren Anordnung der Versorgungsleitungen innerhalb des Versorgungstunnels. Die Aufhängung der Leitungen geschieht über die in das Rohr einbetonierten Trägerschienen, welche ein zusätzliches Anbringen von Leitungen sehr leicht ermöglichen. Außerdem kann man für zusätzliche Leitungen eine Aussparung in dem für die gute Begehbarkeit eingebauten Estrich freilassen.
Ausfädelbauwerke sowie Notausstiege werden im System UHRIG mittels Fertigteilen realisiert, was zu einer weiteren Beschleunigung im Baufortschritt führt.