PRESSEMITTEILUNG, Geisingen, den 6. Dezember 2017

  • Energie aus Abwasser könnte aus dem Stand 14 % des Wärmebedarfs im deutschen Gebäudesektor decken. Dazu bietet Energie aus Abwasser erhebliches Kühlpotential
  • Klimaschutzeffekt von Energie aus Abwasser enorm: Schon Teilrealisierung des Potentials würde 80 %ige Erreichung des CO2-Gebäudeziels im Klimaschutzplan 2050 ermöglichen
  • Hohe Wirtschaftlichkeit führt zu CO2-Vermeidungserlösen anstelle von -Vermeidungskosten

 

Etwa 14 % der zum Heizen von Gebäuden benötigten Wärme könnte in Deutschland mit Energie aus Abwasser gedeckt werden. Dies zeigt eine von der Helmut UHRIG Straßen-und Tiefbau GmbH beauftragte Studie des Beratungsunternehmens enervis. Abwasser kann zum Heizen genutzt werden, indem die im Abwasser gespeicherte Restwärme mit Hilfe einer Wärmepumpe nutzbar gemacht wird. Da im Vergleich zu konventionellen Heiztechniken deutlich weniger CO2ausgestoßen wird, entsteht ein erheblicher Klimaschutzeffekt.

Die Studie zeigt, dass das brachliegende Potenzial mit rd. 100 TWh sehr hoch ist. Selbst bei einem konservativen Ausbaupfad von 35 TWh bis 2030 könnte etwa 5,5 % der Heizwärme in Deutschland durch Energie aus Abwasser bereitgestellt werden. Da Energie aus Abwasser im Vergleich zu konventionellen Heiztechnologien nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern auch weniger Kosten verursacht, senkt ein solcher Ausbau nicht nur die CO2-Emissionen um 39 Mio. t CO2, sondern führt auch zu Kosten-Einsparungen in Höhe von 14 Mrd. Euro. Das Potential von Energie aus Abwasser kann noch gesteigert werden, wenn die Anlagen im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden.

„Die Energiegewinnung aus Abwasser wird seit knapp zehn Jahren im Windschatten der Stromwende vorangetrieben. Mit der Wärmewende ist ihre Zeit nun gekommen. Vom Preis her kann die Energie aus Abwasser bereits heute mit Öl und Gas konkurrieren, ganz abgesehen vom erheblichen Klimaschutzeffekt. Dazukommt: Dort, wo es großen Wärmebedarf gibt, in Städten und Ballungsgebieten, da gibt es auch viel Abwasser. Perfekte Ausgangsbedingungen also“, erläutert Stephan von Bothmer von UHRIG.

Julius Ecke von enervis erklärt: „Durch Energie aus Abwasser lassen sich sowohl CO2-Emissionen als auch Systemkosten reduzieren. Damit kann die Technologie bisher schmerzlich vermisste Impulse für die Wärmewende liefern. Hilfreich wäre, im Sinne eines level playing fields, eine regulatorische Gleichstellung mit anderen erneuerbaren Heiztechniken und die Berücksichtigung dieser Technologie bei der anstehenden Umlagenreform im Energiesektor.“

Die Studie kann ab sofort hier heruntergeladen werden: „Energie aus Abwasser: Das bislang unentdeckte Potential für die Wärmewende

 

Über UHRIG

Die Helmut UHRIG Straßen-und Tiefbau GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen, spezialisiert auf schweren Kanalbau. Seit knapp zehn Jahren entwickelt, baut und installiert UHRIG Wärmetauscher zur Energiegewinnung aus Abwasser und ist mit 75 realisierten Anlagen Marktführer.

Die enervis energy advisors GmbH ist eine spezialisierte Beratung mit über 15 Jahren Erfahrung in der Beratung von nationalen und internationalen Strom-und Gasversorgern. Darüber hinaus begleitet enervis die energiepolitische Diskussion durch Studien für Verbände, Institutionen und Unternehmen.

 

Presse-Kontakt

Stephan von Bothmer
Geschäftsentwicklung
Helmut UHRIG Straßen-und Tiefbau GmbH

Am Roten Kreuz 2

78187 Geisingen
Deutschland

 

Telefon: +49 7704 806-48

E-Mail: s.bothmer@uhrig-bau.de

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