Um langfristig Bestand zu haben, benötigt unsere Gesellschaft ein Wirtschaftssystem, das die Bedürfnisse der Menschen auf nachhaltige Weise erfüllt. Die Bioökonomie nutzt wissenschaftliche Erkenntnisse über Biologie, Ökosysteme und natürliche Prozesse, setzt erneuerbare Rohstoffe ein und entwickelt neue Technologien, um eine solche Wirtschaft zu erschaffen. Bei UHRIG erfahren Sie mehr über die Bioökonomie und darüber, welches Potential sie besitzt.

Was ist eine Bioökonomie?

Seit alters her nutzt der Mensch sein Wissen über vielfältige biologische Prozesse und Materialien, um sich den Alltag zu erleichtern. So setzt er zum Beispiel seit Jahrtausenden gezielt Hefepilze ein und nutzt natürliche Gärungsprozesse, um energiereiche Nahrungsmittel wie Brot oder Bier zu fertigen. Auch beim Bauen und bei der Herstellung von Werkzeugen und Stoffen waren nachwachsende pflanzliche und tierische Rohstoffe wie Holz, Hanf, Baumwolle, Schafswolle, Seide und mehr lange Zeit die wichtigsten Ausgangsstoffe.

Die Bioökonomie will diese Prinzipien in die Moderne holen, um der Menschheit einen steigenden Wohlstand auf nachhaltiger und ressourcenschonender Grundlage zu ermöglichen. Im Rahmen einer „biobasierten Wirtschaft“ sollen neue, biologische Rohstoffe erschlossen und Erkenntnisse über biologische Prozesse und Systeme genutzt werden, um nachhaltige Waren und Dienstleistungen bereitzustellen. Ein Beispiel dafür ist das Ersetzen von erdölbasierten Kunststoffen durch pflanzliche Stoffe bei Kleidung oder bei Verpackungsmaterialien. Aber auch der Einsatz von Mikroorganismen zur Herstellung von Medikamenten, wie etwa Insulin, kann zur Bioökonomie gezählt werden.

In Deutschland gehört die Bioökonomie zu den gesetzlichen verankerten Zielen. Mit der Nationalen Bioökonomiestrategie vom 15. Januar 2020 schuf die Bundesregierung, unterstützt durch den Bioökonomierat, die politischen Rahmenbedingungen und legte Leitlinien und Ziele ihrer Bioökonomiepolitik fest. Laut dieser Strategie soll die Wirtschaft der Zukunft auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, modernen Technologien und erneuerbaren Ressourcen aufbauen. Deutschland soll auf diese Weise zu einem international führenden Innovationsstandort gemacht werden.

 

Warum brauchen wir eine Bioökonomie?

Der Wandel zur Bioökonomie ist aus verschiedenen Gründen geboten. Vor allem hat unser bisheriges Wirtschaftssystem, das zu großen Teilen auf der Verwendung fossiler Rohstoffe basiert, gravierende Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Zum anderen setzt dieses Wirtschaftssystem viele Länder in ein Verhältnis wirtschaftlicher Abhängigkeit von erdöl- und erdgasproduzierenden Staaten. Diese Nachteile vergrößern sich noch, je weiter die Weltbevölkerung wächst.

Die Bioökonomie soll es möglich machen, die Ansprüche der Menschen an ein Leben in Wohlstand zu erfüllen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Als reiches und wirtschaftsstarkes Land nimmt Deutschland dabei mit seiner Nationalen Bioökonomiestrategie eine Vorreiterrolle ein. Es kann demonstrieren, wie der Wandel zur Bioökonomie gelingt und wie dabei auch neue Konflikte, vor allem rund um den Flächenverbrauch von Nutzpflanzen, der Nahrungsmittelproduktion und natürlichen Lebensräumen, gelöst werden können. Wichtig ist zudem, dass auch die Bevölkerung in den Wandel mit einbezogen wird, denn dieser kann nur gelingen, wenn die Verbraucher bereit sind, für nachhaltige Waren und Dienstleistungen zu bezahlen.

 

In welchen Bereichen kann die Bioökonomie umgesetzt werden?

Je weiter der Ausbau der Bioökonomie voranschreitet, desto mehr Bereiche der Wirtschaft werden dazugehören. Neben der Nahrungsmittelindustrie, die ohnehin auf der Nutzung nachwachsender Ressourcen basiert, können zum Beispiel die gesamte Land- und Forstwirtschaft, das Bauwesen, die Herstellung von Medikamenten, Kosmetika, Farben und vielem mehr nach bioökonomischen Prinzipien gestaltet werden. Neben dem einfachen Austausch fossiler gegen erneuerbare Rohstoffe gehören dazu auch die Nutzung neuartiger Materialien sowie das Recyceln von Rohstoffen. Auch eine nachhaltige Energiewirtschaft muss Teil der Bioökonomie sein. Besonders viel Energie wird zum Beispiel zur Bereitstellung von Wärme benötigt, die dennoch bisher kaum nachhaltig produziert wird.

Eine Möglichkeit, schon heute zu einer nachhaltigen Wärmeproduktion überzugehen, ist die Nutzung der Abwasserwärme. Dem Abwasser wird dafür ein Teil seiner Wärme mit Wärmepumpen entzogen, in ein Fernwärmenetz eingespeist und zu den Verbrauchern geliefert. Der Großteil der dabei genutzten Energie stammt aus dem Abwasser und ist damit ein Nebenprodukt menschlichen Lebens. Werden die Wärmepumpen zudem mit Ökostrom betrieben, dann ist die bereitgestellte Wärme vollständig CO2-neutral. Das alles ist zudem mit einem minimalen Erschließungsaufwand, entweder beim Neubau oder auch bei der Sanierung einer Kanalisation, möglich.

Planen auch Sie Arbeiten an einer Kanalisation und möchten dabei das Potential der Abwasserwärme nutzbar machen? Dann kontaktieren Sie uns! Wir von UHRIG sind anerkannte Experten auf dem Gebiet „Energie aus Abwasser“ und setzen Ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Bioökonomie für Sie in die Tat um.

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