Gerade in der heutigen Zeit liegt die Urbanisierung im Trend – viele Menschen ziehen vom Land in die Städte, um näher an Kultur- und Freizeitmöglichkeiten oder dem Arbeitsplatz zu wohnen. Um all diese Neuankömmlinge zu beherbergen, müssen Städte neue Wohngebiete erschließen und schließlich auch die nötigen Bauten (Wohngebäude, Infrastruktur) dort errichten. Dies ist oft ein großes Unterfangen, bietet aber auch die Möglichkeit, besonders wirtschaftliche und nachhaltige Nachbarschaften zu planen. UHRIG klärt auf.

Wie wird ein Wohngebiet erschlossen?

Bevor auf einem Stück Land ein Wohngebiet entstehen kann, muss zunächst einmal die Erschließung bzw. „Aufschließung“ des Geländes erfolgen. Dies umfasst die verschiedensten baulichen Maßnahmen. Zunächst einmal ist die Vorbereitung des späteren Baugrunds erforderlich, welche stark von der ursprünglichen Beschaffenheit des Terrains und Bodens abhängt. So muss das Gelände häufig entwässert, gegebenenfalls auch (bedingt) geebnet und befestigt werden.

Diesen Maßnahmen schließt sich dann die technische Erschließung an, also die Errichtung so genannter Erschließungsanlagen. Dieser Begriff bezeichnet alle Konstrukte, die für die reibungslose Funktion der späteren Gebäude erforderlich sind. Vorrangig handelt es sich hierbei um die Verlegung der Leitungen für den Anschluss an die Stadtnetze, also Strom- und Telekommunikationskabel sowie Rohre und Kanäle für Wasser und Abwasser. Neben dem Anschluss an die Ver- und Entsorgungsnetze muss selbstverständlich auch die oberirdische Infrastruktur geschaffen werden, also Straßen und Wege sowie deren Anbindung an die bestehenden Verkehrswege des Umlands. Erst, wenn diese Aufgaben abgeschlossen sind, können die Hochbaumaßnahmen für Wohngebäude und andere Einrichtungen wie Schulen, Turnhallen, Einkaufscentren oder Arztpraxen beginnen.

 

Welche Arten von Wohngebieten gibt es: Ein Exkurs

Wohngebiet ist nicht gleich Wohngebiet. Stadtplaner unterscheiden eine Vielzahl an Konzepten:

  • Reines Wohngebiet: In reinen Wohngebieten dürfen nahezu ausschließlich Gebäude errichtet werden, die einen Wohnzweck aufweisen. Rechtlich gibt es hierbei nur wenige Ausnahmen, etwa soziale, kulturelle, gesundheitliche und sportliche Gebäude und Anlagen. Voraussetzung für diese ist jedoch, dass sie keine störenden Auswirkungen auf das Siedlungsgebiet haben.
  • Allgemeines Wohngebiet: Diese Wohngebiete haben nur eine „überwiegende“ Wohnfunktion. Das heißt, dass Gebäude anderer Zwecke ebenfalls bedingt zugelassen sind. Hierzu zählen zum Beispiel Pensionen, Gartenbaubetriebe, Verwaltungsgebäude und Tankstellen.
  • Besonderes Wohngebiet: In diesen Gebieten sind neben der weiterhin vorrangigen Wohnfunktion auch weitere Verwendungszwecke bis zu einem bestimmten Maß gestattet. Zusätzlich zu den zulässigen Gebäuden in allgemeinen Wohngebieten können hier auch Gaststätten, Kleingewerbe und Büros entstehen.
  • Kleinsiedlungsgebiet: Neben Wohngebäuden sind diese Siedlungsgebiete ebenfalls von Nutzgärten sowie landwirtschaftlichen Verkaufsstätten geprägt.
  • Mischgebiet: Technisch gesehen handelt es sich bei einem Mischgebiet nicht mehr um ein Wohngebiet, jedoch auch nicht um ein Gewerbe-, Industrie- oder Sondergebiet. Wohnen und Arbeiten koexistieren hier zu ungefähr gleichen Teilen, die Favorisierung eines bestimmten Verwendungszwecks ist nicht vorgesehen.

 

Die Planung von Wohngebieten heute: Ansprüche, Potentiale, Herausforderungen

Das „natürliche“ und spontane Wachstum von Städten gehört schon lange der Vergangenheit an – oder ist zumindest in Europa nicht mehr der Standard. Gerade im Vergleich zu Industrie- und Gewerbegebieten werden Wohngebiete nicht nur einfach ausgewiesen, sondern strategisch geplant. Schließlich müssen sie in der heutigen Zeit vielen Ansprüchen an Wohnqualität, Infrastruktur und vermehrt auch dem Umweltschutz genügen. Das Anlegen von (grünen) Gemeinschafts- und Freizeitanlagen, die Einbindung innovativer und umweltfreundlicher Technologien und eine gute Vernetzung mit anderen Stadtbereichen, den Versorgern (wie. Z. B. Strom, Gas oder Internet) und weiteren wichtigen Infrastrukturen stellt die Stadtplaner von heute vor immer neue Herausforderungen.

Dabei können gut geplante und umgesetzte Wohngebiete den Anwohnern, der gesamten Stadt und nicht zuletzt auch der Umwelt viele Vorteile bieten. Optimal angelegte Verkehrswege verringern etwa die Konzentration des Verkehrs auf bestimmten Routen und entlasten diese. Die Vermeidung von Staus spart zusätzlich Ressourcen ein. Die Nutzung von regenerativen Technologien zur Strom- und Wärmeerzeugung hilft nicht nur der Umwelt, sondern senkt zusätzlich die Energiekosten – eine Ersparnis, die an potentielle Mieter weitergegeben werden kann und somit die Attraktivität des verfügbaren Wohnraums steigert. Neu errichtete Wohngebiete können zudem von vornherein mit modernen Infrastrukturen wie bedarfsgerechten, dezentralen Kraftwerken, Nähwärmenetzen, Wärmerückgewinnung aus Abwasser und Elektrotankstellen ausgestattet werden. Der Umbau bestehender Siedlungsgebiete erweist sich dagegen als deutlich aufwendiger und kostenintensiver.

Die Errichtung neuer Wohngebiete ist ein komplexes Unterfangen. Für die optimale Umsetzung müssen nicht nur Hochbau und Tiefbau sowie Energie-, Wasser- und Abwasserwirtschaft ineinander greifen, sondern auch viele weitere Faktoren miteinander harmonieren. UHRIG unterstützt Sie daher gern bei Ihren Bauvorhaben, damit Ihre Projekte zukunftsweisend sind. Als Experte im Tief- und Kanalbau sowie als Innovator umweltfreundlicher Energiegewinnungsprozesse (etwa der Abwasserwärmerückgewinnung) stehen wir Ihnen gern bei der Planung und anschließenden Durchführung aller notwendigen Maßnahmen zur Seite. Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine Mail oder nehmen Sie über unsere Webseite Kontakt zu uns auf!

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