Die korrekte Planung, Errichtung, Optimierung und Wartung eines Abwassersystems ist für menschliche Siedlungen von essentieller Bedeutung. Ohne diese wichtige Infrastruktur ergäben sich viele wirtschaftliche, ökologische sowie gesundheitliche Probleme. Zur Erstellung eines so genannten Generalentwässerungsplans beziehen sich die Verantwortlichen auf Abwasserkataster, die alle wichtigen Informationen über die kommunale oder regionale Abwasserentsorgung beinhalten. UHRIG klärt auf.

Was genau ist ein Abwasserkataster?

Ein Abwasserkataster stellt eine Zusammenstellung aller relevanten Informationen über die baulichen Bestandteile der Abwasserinfrastruktur dar. Hierzu listet es alle Bauwerke auf, die Abwasser in die Kanalisation einleiten oder in dieser verarbeiten. Dies sind vorrangig gewerbliche und industrielle Gebäude, jedoch ebenfalls weitere Entwässerungssysteme wie zum Beispiel Entwässerungsrinnen und Abflüsse auf/an öffentlichen Plätzen, Straßen und anderen Verkehrswegen sowie Drainagen um bauliche Strukturen und auf (landwirtschaftlichen) Freiflächen. Auch Vorbehandlungsanlagen erfasst das Verzeichnis. Neben dieser Auflistung bietet ein Abwasserkataster noch weitere Informationen zu den einzelnen Bauwerken, etwa Lage und Adresse, Eigentümer, Betriebsinhaber und Ansprechpartner, im Falle von gewerblichen und industriellen Betrieben ebenfalls Branche und Größe, gegebenenfalls weitere abwasserrelevante Bereiche, etwa Kantinen, Fahrzeugwäsche und Ähnliches.

Neben den Daten zu den Abwassereinleitern werden selbstverständlich auch der dortige Wasserverbrauch und die anfallende Abwassermenge sowie Schwankungen dieser erfasst. Die im Abwasser enthaltenen Stoffe sind ebenfalls registriert – dies ist bei technischen oder chemischen Betrieben von besonderer Bedeutung. Bei Vorbehandlungsanlagen spielen genutzte Verfahren und deren Auswirkungen auf die allgemeine Abwasserentsorgung sowie die vorhandenen Aufbereitungskapazitäten eine wichtige Rolle.

Zum Abwasserkataster gehört zudem ein Kanalkataster, welches Aufschluss über die Struktur der Kanalisation gibt. Dieses führt Daten zum Bestand der Abwasserkanäle, den Sonderbauwerken (etwa Speicher, Überläufe, usw.) und maschinellen Einrichtungen, der Messtechnik, den Einleitungsstellen in die Vorfluter sowie dem Zustand all dieser Systeme.

Um alle erforderlichen Informationen zur Abwassereinleitung zusammenzutragen, die die Planung und Umsetzung eines angemessenen Abwasserkonzepts ermöglichen, sind verschiedene Schritte vonnöten. Zunächst einmal muss eine Liste aller Abwassereinleiter erstellt werden. Hierfür werden unterschiedliche Quellen herangezogen, etwa Gewerbelisten, Handels- und Handwerkskammern, Ärztekammern und branchenspezifische Daten aus Telefonbüchern und dem Internet. Die Erhebung spezifischer Informationen wird auf Unternehmensebene in der Regel durch verpflichtend auszufüllende Fragebögen realisiert. Nach Eingang aller erforderlichen Daten werden diese schließlich ausgewertet und die Abwassereinleiter nach Relevanz für das Abwasserkonzept gelistet. Eventuell erfolgen bei spezifischen Einleitern – insbesondere in der chemischen Industrie – Betriebsbegehungen. Das Kanalkataster wird überwiegend aus Planungs- und Bauunterlagen aller Kanalisationsstrukturen zusammengestellt. Zur weiteren Datenerhebung sowie Zustandsüberprüfung kommen verschiedene Messtechniken sowie Kanal-TV-Untersuchungen zum Einsatz.

 

Warum ist ein Abwasserkataster wichtig?

Mit einem Abwasserkataster werden Abwassereinleitung, -transport und -entsorgung übersichtlich und präzise gesichtet und überwacht. Diese Vorgehensweise stellt einen reibungslosen Ablauf der Abwasserwirtschaft sicher. Es schützt die städtische Infrastruktur vor diversen Komplikationen (etwa Rückstaue) sowie Böden und Gewässer vor Verschmutzungen, indem die Kanalisation und die Klärwerke immer den kommunalen oder regionalen Bedürfnissen angepasst werden können. Notwendige Ausbauten und Optimierungen sowie Sanierungsbedarf lässt sich durch ein Abwasserkataster schneller erkennen und die Betreiber der Anlagen können notwendige Änderungen am Abwasserkonzept zeitnah vornehmen.

Neben der Sicherstellung der Funktionsweise und einer schnellen bedarfsgerechten Anpassung der Kanalisation und Klärwerke können Abwasserkataster jedoch noch einem anderen Zweck dienen. Durch die Erhebung der Abwasserdaten lassen sich über die Informationssammlung zudem leicht Standorte finden, an denen die Installation von Abwasserwärmepumpen – also Anlagen zur Abwasserwärmerückgewinnung – besonders effektiv ist. Die Systeme dienen dazu, sonst ungenutzte thermische Energie aus Abwasser wiederzuverwerten und so den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zum Heizen zu verringern. Dies ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern mindert ebenfalls den Schadstoffausstoß, der durch die Verfeuerung von Erdöl oder Erdgas entsteht. Es handelt sich also um eine wichtige Maßnahme im Rahmen der Dekarbonisierung des Wärme- und Energiesektors. Wird zum Betrieb von Abwasserwärmepumpen rein regenerativ erzeugter Strom verwendet, so arbeitet die Technologie der Abwasserwärmerückgewinnung sogar vollkommen klimaneutral.

Planen Sie Ausbauten, Wartungsmaßnahmen oder Modernisierungen in der Kanalisation, dann steht UHRIG Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite. Als international anerkannte Experten in Sachen Tiefbau und Kanalbau mit über [erfahrungsjahren] Jahren Erfahrung unterstützen wir Sie gern bei all Ihren Bau- und Sanierungsprojekten sowie der Installation von moderner Kanaltechnik. Der Geschäftszweig „Intelligente Kanalnetze“ macht auch Ihr Abwassersystem smart und damit fit für die Zukunft. Darüber hinaus lassen sich selbst bestehende Kanalnetze mit unserem patentierten Therm-Liner einfach und günstig nachrüsten. Abwasser ist somit eine regenerative Energiequelle, mit der sich wirklich kostenoptimiert Heizen aber auch Kühlen lässt. Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf, entweder telefonisch oder per Mail.

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