Die Körperpflege, der Abwasch oder die Toilettenspülung - all das verbraucht Wasser. Nach dem Gebrauch gelangt dieses über das Abflussrohr in die Kanalisation und schließlich in ein Klärwerk. Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viel Energie dabei mit dem Abwasser verloren geht – und ob sich diese womöglich zurückgewinnen lässt? UHRIG klärt auf, wie viel Energie in den Abwasseranlagen verborgen ist und was sie noch alles leisten kann.

In Abwasseranlagen liegt viel Energie versteckt

Wasser, das einmal in die Kanalisation gelangt ist, gilt als verbraucht und zu nichts mehr nütze. Es wird zum Klärwerk transportiert und dort aufbereitet, um anschließend in ein Gewässer geleitet zu werden und dadurch wieder in den natürlichen Wasserkreislauf überzugehen. Tatsächlich benötigt die Wiederaufbereitung des Abwassers im Klärwerk sogar noch Energie.

Und doch liegt in der Kanalisation ein Schatz verborgen, der hilft, die Umwelt zu schützen und das Klima zu retten. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Was vielen Menschen nicht bewusst ist: In den Abwasseranlagen steckt Energie, die sich zudem mit geringem Aufwand nutzen lässt. Relevant sind hier zwei Energieformen: die chemische und die thermische Energie. Chemische Energie wird im Klärwerk freigesetzt, während die biologischen Inhaltsstoffe im Abwasser verfaulen. So entsteht Faulgas, das sich in Biogasanlagen verstromen lässt.

Die zweite Energieform, die in den Abwasseranlagen zu finden ist, wird oft völlig unterschätzt: Es handelt sich dabei um die thermische Energie bzw. Wärmeenergie. Abwasser weist gegenüber seiner Umgebung vergleichsweise hohe Temperaturen auf. Die auf diese Weise im Abwasser gespeicherte Energie kann mithilfe von Wärmepumpen nutzbar gemacht und zum Beispiel einem Wärmenetz zugeführt werden. Diese Abwasserwärmerückgewinnung spart Rohstoffe ein, schont so die Umwelt und das Klima und ist zugleich noch besonders günstig.

 

So machen Sie die Energie in Abwasseranlagen nutzbar

Gegenüber anderen Wärmequellen, auf die eine Wärmepumpe zugreifen und mit denen sie ein Wärmenetz oder Heizungssystem versorgen kann, weist das Abwasser einige entscheidende Vorteile auf. Zum einen ist die in den Abwasseranlagen gespeicherte Energie leicht verfügbar. Denn das Abwasser entsteht in der Nähe des Menschen, sodass auch die darin enthaltene Wärme in direkter Nähe zum Verbraucher gefördert werden kann. Die kurzen Wege steigern die Effizienz des Wärmenetzes, weil es nur minimale Wärmeverluste beim Transport gibt. Zum anderen stellt das Abwasser eine Wärmequelle mit vergleichsweise hoher Temperatur dar und ermöglicht so auch der Wärmepumpe selbst ein besonders effizientes Arbeiten. Sie kann die von den Verbrauchern benötigte Wärme mit geringem Energieaufwand zur Verfügung stellen, was den Stromverbrauch und die Kosten senkt.

Angesichts solcher Vorteile sowie der Tatsache, dass die in den Abwasseranlagen gespeicherte Energie praktisch kostenlos verfügbar ist, erstaunt es, dass die Abwasserwärmerückgewinnung nicht längst weit verbreitet ist. Tatsächlich wurde die erste Abwasserwärmepumpe bereits 1986 im baden-württembergischen Waiblingen errichtet und versorgt seither öffentliche und private Gebäude der Stadt effizient mit Wärme, was eine jährliche Einsparung von rund 750 Tonnen CO2 ermöglicht.

Aufgrund ihrer Klimafreundlichkeit und sicherlich auch der Kostenersparnis, die sie verspricht, verzeichnet die Energierückgewinnung aus Abwasser in jüngerer Zeit jedoch ein stark wachsendes Interesse. Um Bauherren die Entscheidung noch ein wenig leichter zu machen, hat sich der Bund entschlossen, die effiziente Nutzung von Energie aus Abwasseranlagen staatlich auf Grundlage des Gebäude-Energie-Gesetzes (GEG) mit Zuschüssen von bis zu 15 Millionen Euro je Projekt zu fördern.

Interessieren auch Sie sich dafür, die Energie, die in den Abwasseranlagen steckt, auf kostengünstige und umweltfreundliche Weise zu nutzen? Dann kontaktieren Sie uns! Als ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Energie aus Abwasser steht Ihnen UHRIG bei Ihrem Projekt gern zur Seite!

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