Als Küstenschutz werden alle Maßnahmen sowie Bauwerke bezeichnet, die das küstennahe Land und seine Bewohner vor den Einwirkungen des Meeres schützen, wie etwa Deiche oder künstliche Wellenbrecher. Hinzu kommt ein natürlicher Küstenschutz in Form von Dünen, Sandbänken und vorgelagerten Inseln. Bei UHRIG erfahren Sie mehr darüber, welche Maßnahmen zum Küstenschutz getroffen werden.

Küstenschutz dient dem Erhalt von Kulturräumen

Der Küstenschutz hat zwei grundlegende Aufgaben: Er schützt einerseits die Menschen, die in der Nähe der Küsten leben, sowie deren Eigentum vor den Gefahren des Meeres, etwa vor Sturmfluten oder Überschwemmungen. Zum anderen dient der Küstenschutz dazu, die Küste selbst zu schützen und in ihrer heutigen Form zu erhalten. Denn durch Wellengang und Gezeiten trägt das Meer im Laufe der Zeit Material von den Ufern ab, es kommt schließlich zum Verlust von Landfläche. Das gilt gleichermaßen für flache Küsten, wie etwa die der Nordseeinsel Sylt, von das Meer den Sand abträgt und an anderer Stelle ablagert, als auch für Steilküsten wie auf der Ostseeinsel Rügen.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Küstenschutz an der Nordsee in Deutschland und den Niederlanden zu, wo dem Meer über mehrere Jahrhunderte mit Deichen Land abgerungen wurde, das heute vielfach unter dem Meeresspiegel liegt. Dieses Land muss bei Flut vor dem Eindringen von Meerwasser geschützt werden, weil sonst ein Versalzen des dortigen, fruchtbaren Bodens droht. In Deutschland liegt die Verantwortung für den Küstenschutz bei den Ländern, während der Bund und auch die EU zusätzliche Geldmittel bereitstellen.

Das Aufgabengebiet des Küstenschutzes ist Teil des Wasserbaus und damit eng verzahnt mit dem Tiefbau.

 

Menschengemachter Küstenschutz

Die Methoden des Küstenschutzes sind vielfältig. Zu den bekanntesten Bauwerken zählen die Deiche: Hohe, vom Menschen errichtete Erdwälle, die entlang der Küste errichtet werden und bei Flut das Wasser zurückhalten. Auf dem Gebiet Deutschlands werden Deiche bereits seit rund einem Jahrtausend errichtet und sind heute prägend für die Landschaft und auch die Kultur Norddeutschlands. Moderne Deiche sind bis zu zehn Meter hoch und meerseitig breit auslaufend, damit ankommende Wellen auf dem Weg landeinwärts bereits so viel Energie wie möglich verlieren. Doch auch die Deiche selbst sind vom Meer bedroht: Die Wellen tragen beständig einen Teil ihrer Substanz ab, so dass viele Deiche regelmäßig durch Sandaufspülungen, also das Anbringen und Verfestigen von Sand vom Meeresboden, wieder verstärkt werden müssen.

An Küstenabschnitten, die nicht für den Deichbau geeignet sind, kommen zum Küstenschutz häufig Wellenbrechern zum Einsatz. Die gängigsten sind sogenannte Tetrapoden: Tonnenschwere Betonstücke, die aneinandergereiht oder aufeinandergestapelt werden, um ankommende Wellen aufzuhalten und ihre zerstörerische Energie abzufangen. Eine andere Variante des Küstenschutzes ist das Errichten sogenannter Buhnen. Dabei handelt es sich um Reihen von Holzpfählen oder ähnlichem, die im rechten Winkel zur Küstenlinie ins Meer hineinragen. Sie sollen küstenparallele Strömungen unterbrechen und somit den Abtrag von Material von der Küste verhindern.

Insbesondere an Fluss- und Kanalmündungen, aber auch an Buchten, werden neben Schleusen zudem auch Sperrwerke errichtet, die bei Flut geschlossen werden, um das Eintreten von Wasser in das dahinterliegende Gewässer zu verhindern. Große Sturmflutsperrwerke dienen zum Beispiel zum Küstenschutz in den Niederlanden am Rhein-Maas-Schelde-Delta oder auch an der Themse-Mündung in London.

 

Der Klimawandel steigert die Bedeutung des Küstenschutzes

Neben den Küstenschutzmaßnahmen, die der Mensch ergreift, gibt es auch eine Art von natürlichem Küstenschutz. Das sind zum einen die Dünen, die als „natürliche Deiche“ ebenfalls das Landesinnere vor Überflutungen schützen. Zum anderen lassen sich aber auch vorgelagerte Inseln, Halligen oder Sandbänke dem natürlichen Küstenschutz zurechnen. Ähnlich wie die bereits erwähnten Tetrapoden dienen sie als Wellenbrecher, die vom offenen Meer ankommende Wellen abfangen und auf diese Weise die dahinterliegende Festlandküste schützen. Zwar bilden sich auch zwischen vorgelagerten Inseln und der Küste wieder Wellen, doch können diese auf der kurzen Strecke, die ihnen zur Verfügung steht, nur wenig Energie aufnehmen, so dass sie nur geringe Schäden verursachen.

Infolge des Klimawandels, der sich unter anderem auch in einem höheren Meeresspiegel und damit einer größeren Gefährdung der Küsten niederschlägt, kommt dem Küstenschutz heute eine immer größere Bedeutung zu. Dazu zählt auch, dass neue Möglichkeiten erdacht und erprobt werden. So ist es zum Beispiel denkbar, dass in Zukunft bestimmte nicht besiedelte und weniger wertvolle Flächen bei Sturmfluten gezielt geflutet werden könnten, um an anderer Stelle den Küstenschutz zu entlasten. Ein anderer Ansatz ist das Leben mit dem Wasser, wozu zum Beispiel der Bau schwimmender oder amphibischer Häuser zählt, wobei letztere bei steigendem Wasserstand aufschwimmen.

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