Obwohl die Energiewende stetig voranschreitet, ist der Wärmemarkt in Deutschland bis heute durch fossile Energieträger geprägt. Selbst im Jahr 2020 stammten nur rund 15 Prozent der benötigten Wärme aus erneuerbaren Energien, fast 85 Prozent wurden konventionell erzeugt. Bei UHRIG erfahren Sie mehr über den Wärmemarkt, die Zusammensetzung der eingesetzten Energiequellen und darüber, wie der Wandel zu einer nachhaltigeren Wärmeversorgung gelingen kann.

Der Wärmemarkt im Jahr 2020

Der Wärmemarkt bezeichnet laut Definition des Dudens den „Markt für Energieträger, die zur Wärmeerzeugung verwendet werden“. Dazu gehören sowohl fossile als auch biogene Energieträger, aber auch erneuerbare Energien wie die Solarthermie, Erdwärme oder Grundwasserwärme. Der Wärmemarkt hat einen bedeutenden Anteil am Energieverbrauch: Rund die Hälfte des gesamten Endenergiebedarfs entfällt in Deutschland auf die Wärmeversorgung, also die Bereitstellung von Wärme zum Heizen, zur Warmwasserbereitung sowie als Prozesswärme. Fast zwei Drittel davon werden allein für die Versorgung von Haushalten mit Raumwärme und Warmwasser benötigt.

Eine andere Aufgliederung macht die Bedeutung der Wärmeversorgung noch deutlicher. Nach Angaben des Umweltbundesamtes entfallen:

  • in Privathaushalten rund 90 Prozent des Endenergiebedarfs auf die Wärmeversorgung (davon rund zwei Drittel auf die Raumwärme).
  • in Gewerbe, Handel und Dienstleistungen rund 60 Prozent des Endenergiebedarfs auf die Wärmeversorgung (davon rund die Hälfte auf die Raumwärme).
  • in der Industrie rund 60 Prozent des Endenergiebedarfs auf die Prozesswärme.

Der Wärmemarkt hat also einen großen Anteil an der Energieversorgung in Deutschland – und somit auch am Ausstoß von Treibhausgasen. Dennoch findet das Thema Nachhaltigkeit auf dem Wärmemarkt bisher wenig Beachtung. Im Jahr 2020 stammten nur rund 15,2 Prozent der zur Wärmeversorgung eingesetzten Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen. Der weitaus größte Teil wurde stattdessen noch immer durch das Verbrennen fossiler Energieträger, insbesondere Erdöl und Erdgas, erzeugt.

 

Die Dekarbonisierung des Wärmemarkts

Trotz der bisher noch geringen Bedeutung der erneuerbaren Energien am Wärmemarkt ist hier eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Zudem geben die deutschen Klimaschutzziele vor, dass durch energetische Sanierungen und energieeffiziente Neubauten der Gebäudebestand in Deutschland bis 2050 nahezu klimaneutral werden soll. Im Rahmen der Wärmewende kann zum Beispiel eine optimierte Wärmedämmung den Bedarf an Raumwärme drastisch reduzieren und somit viel Energie einsparen.

Einen weiteren wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärmemarkts leisten der Einsatz neuer Technologien, beispielsweise der Solarthermie, sowie die Sektorenkopplung. Bei letzterer wird der Wärmemarkt durch den Einsatz von Ökostrom aus erneuerbaren Energien nachhaltiger gestaltet. Ein nennenswertes Beispiel sind mit Ökostrom betriebene Wärmepumpen, die einem Wärmereservoir Wärme entnehmen, diese aufbereiten und in eine Heizung oder ein Wärmenetz einspeisen. Aber auch Blockheizkraftwerke (BHKW), die neben Strom auch Wärme produzieren und diese über ein Wärmenetz an zahlreiche Abnehmer verteilen, sind ein wichtiger Bestandteil der Sektorenkopplung.

Eine weitere Möglichkeit, um den Wärmemarkt nachhaltiger zu gestalten, ist die Erschließung bisher ungenutzter Energiequellen. Besonders vielversprechend ist hierbei die Abwasserwärme, eine ständig durch den Menschen wiederaufgefüllte Wärmequelle, die mit Abwasserwärmepumpen kostengünstig und energieeffizient zur Bereitstellung von Wärme genutzt werden kann. Die leichte Erschließbarkeit der Abwasserwärme direkt in der Kanalisation sowie die kurzen Transportwege und dadurch geringen Energieverluste machen diese Energiequelle nur noch attraktiver.

Sie haben vor, ein Kanalnetz neu zu errichten oder zu sanieren, und möchten zugleich die Abwasserwärme nutzbar machen? Dann kontaktieren Sie uns! Wir von UHRIG sind international als Experten auf dem Gebiet der Abwasserwärmenutzung anerkannt und freuen uns schon darauf, auch Ihr Projekt zu realisieren.

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