Eigentlich will Deutschland raus aus Kohlekraft und Atomkraft. Und auch die Energieerzeugung mittels anderer fossiler Brennstoffe, vorrangig Erdöl und Erdgas, soll im Zuge der Energiewende auf ein Minimum heruntergefahren werden, um die endlichen Ressourcen zu schonen. Schließlich sind die Rohstoffe auch wertvolle Ausgangsstoffe für die chemische Industrie und damit fürs Verfeuern eigentlich zu schade. Doch der Ausbau der erneuerbaren Energien stockt und damit steigen die möglichen Probleme bei der Energieversorgung. Manch ein Experte spricht angesichts hoher Energiepreise und einer drohenden Überlastung des Stromnetzes zu Spitzenzeiten im Winter bereits von einer Energiekrise. UHRIG klärt auf und stellt Lösungen vor.

Warum haben wir eine Energiekrise?

Ohne Energie – insbesondere Strom und Wärme – läuft in modernen Gesellschaften buchstäblich nichts: keine Waschmaschine, keine Kommunikation und auch keine Einrichtungen der Daseinsfürsorge wie Krankenhäuser oder Schulen. Drohen also Energieengpässe, spricht so mancher Energieexperte zurecht von einer Energiekrise.

Doch Energie ist weltweit rar und teuer geworden. Grund dafür sind verschiedene Entwicklungen – nicht nur in Deutschland und Europa. Zuallererst ist hier der Umbau der Energieversorgung im Rahmen des Kampfes gegen den Klimawandel zu nennen. Nur wenn es der Menschheit in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelingt, die mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbarten Klimaziele zu erreichen, lässt sich die Klimakatastrophe und damit die globale Erwärmung noch stoppen. Hierfür treffen viele Länder entsprechende Maßnahmen zur Dekarbonisierung: Sie lösen sich von der konventionellen Energieerzeugung mittels Kohle, Erdöl und Erdgas und bauen stattdessen die erneuerbaren Energien aus. Transformation nennt sich dieser Prozess für die Energiewirtschaft. Dafür müssen neue regenerative Energieträger erschlossen werden. Über Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie soll die Stromproduktion in Zukunft laufen. Doch die erneuerbaren Energien sind deutlich volatiler als die konventionellen, denn nachts scheint beispielsweise keine Sonne und auch der Wind weht mal mehr oder weniger stark. Kritiker der Energiewende warnen vor dem Horrorszenario der „Dunkelflaute“. Um dieser Gefahr zu begegnen, bedarf es daher eines Umbaus der Energienetze ebenso wie cleverer Energiespeicher-Technologien. So ist es möglich, Schwankungen abzufangen und die Energieversorgung zu sichern – kurzum: eine Energiekrise mit drohenden Blackouts gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine

Die Bundesrepublik Deutschland hatte den Atomausstieg bis Ende 2022 schon fest beschlossen. Und selbst der Kohleausstieg ist mit 2038 bereits terminiert. Als Brückentechnologie sollte zunächst die Verstromung von Erdgas in Gaskraftwerken die Energiewende absichern und so helfen, eine Energiekrise abzuwenden. Das war der Plan.

Doch am 24. Februar 2022 kam es zur „Zeitenwende“, denn der russische Präsident Wladimir Putin startete den Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der Krieg gilt als Auslöser der aktuellen Energiekrise, denn infolge der Sanktionen wurden die Gaslieferungen aus Russland über Pipelines nach Europa eingestellt. Der daraus resultierende Gasmangel ist jedoch eine Bedrohung für die Versorgungssicherheit. Allein das Risiko einer möglichen Energiekrise hat dramatischen Folgen: Die internationalen Rohstoffmärkte wurden leergekauft und die Energiepreise schnellten daraufhin in die Höhe. Der Schmierstoff für die Wirtschaft und das zivile Leben wird damit zum Luxusgut. Es drohen Rezession und die Spaltung der Gesellschaft.

 

Wir müssen im Rahmen der Energiekrise neu über Energie nachdenken

Als Adhoc-Lösung, um der Energiekrise zu begegnen, versuchen die Administrationen in Deutschland und die der Bündnispartner, andere Energieträger und Kraftwerkstypen wieder hochzufahren und gleichzeitig die Stromproduktion per Windkraft und Solarmodule zu erhöhen, indem bürokratische Hürden gezielt abgebaut werden. In Deutschland gingen beispielsweise in Reserve gehaltene Kohlekraftwerke wieder ans Netz, um die Grundlast abzusichern. Auch die Laufzeit der verbliebenen Atomkraftwerke wurde zunächst bis April 2023 verlängert. Bei all diesen notwendigen Maßnahmen mahnen jedoch Umweltschützer und Klimaschützer davor, das langfristige Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Nur die Energiewende verringert letztlich die Abhängigkeit von endlichen Rohstoffen. Deswegen lassen sich nur so zukünftige Energiekrisen abwenden. Dafür müssen auch unkonventionelle Ansätze auf den Tisch:

  • Auf gefluteten Tagebaurestlöchern könnten beispielsweise schwimmende Solarparks errichtet werden.
  • Es ist zu prüfen, ob sich in alten Bergwerksstollen nicht Pumpspeicherkraftwerke errichten ließen.
  • Auch die gezielte Gewinnung von Biogas in Klärwerken oder Deponiegas beim Recycling und der Entsorgung ist auszubauen.

Um erst gar nicht die Gefahr einer Energiekrise entstehen zu lassen, müssen wir zukünftig ganz konsequent die vorhandenen Energieträger vor Ort nutzen und dazu gehört beispielsweise auch das Abwasser. Es enthält nämlich nicht nur aufgrund der Fäkalien viel chemische Energie, sondern ebenso thermische Energie. Letztere lässt sich mithilfe von Wärmetauschern und Wärmepumpen zurückgewinnen. Dazu müssen nur an strategisch günstigen Stellen Wärmetauscher in der Kanalisation installiert werden. Sie nehmen die Wärme auf und führen sie einer Wärmepumpe zu. Dort erhöht ein Verdichter das Temperaturniveau unter Zuhilfenahme von Strom und stellt die so gewonnene thermische Energie einem Heizkreislauf zur Verfügung. Die gute Nachricht: Abwasser entsteht beständig da, wo gelebt und gearbeitet wird. Damit entfallen lange Transportwege. Die bereits vorhandene Infrastruktur wird mit wenig Aufwand zum Wärmenetz und bekommt eine weitere Aufgabe. Das Energierecycling per Abwasserwärmerückgewinnung ist für Quartiere und Handwerksbetriebe eine echte Alternative zur Ölheizung bzw. eine Alternative zur Gasheizung oder eine Alternative zur Holzheizung. Die Energiegestehungskosten bei der Nutzung der Energie aus Abwasser sind heute schon sehr günstig, sodass sich hier bares Geld sparen lässt. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Erfolgt der Betrieb der Wärmepumpe ausschließlich mit Ökostrom, arbeitet das komplette System sogar klimaneutral. Dieser Strom könnte von auf dem Dach installierten Solarmodulen kommen. Damit wäre dank der Dezentralisierung ein gewisser Grad an Autarkie möglich. Energiekrisen könnten Nutzern kaum noch etwas anhaben.

 

UHRIG hilft Ihnen bei Ihrer eigenen Energiewende & im Kampf gegen die Energiekrise

Seit vielen Jahren ist UHRIG im Kanalbau tätig und hat das Potenzial der Abwasserwärme längst erkannt. Mit unseren patentierten Therm-Liner-Modulen zeigen wir erfolgreich, dass die Technologie der Abwasserwärmetechnologie problemlos funktioniert, wartungsarm ist und wirtschaftlich viele Vorteile bietet – eben eine echte Zukunftstechnologie ist.

Unsere Module sind bereits in Wien, in Paris sowie in Berlin im Einsatz und sorgen dort für mehr Nachhaltigkeit im Alltag, weil gezielt Rohstoffe und damit Emissionen gespart werden. Sie bringen die Wärmewende voran! Und noch einen Vorteil möchten wir nicht verschweigen: Das System kann bidirektional arbeiten. Im Winter heizt es und im Sommer kühlt es Gebäude.

Fordern Sie am besten heute noch mehr Hintergrundinformationen zur Energie aus Abwasser an. Wir stehen ihnen selbstverständlich gerne in einem persönlichen Gespräch Rede und Antwort. Sie erreichen uns per Telefon oder über unser Online-Kontaktformular.

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Stephan von Bothmer
Leitung Geschäftsbereich
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