Durch die Bebauung immer größerer Gebiete werden viele Flächen teilweise oder vollends versiegelt. Dies verhindert natürliche Prozesse zwischen Boden und Luft sowie die Versickerung von Regenwasser, was viele Probleme bedingt. Werden bauliche Strukturen nicht mehr benötigt, ist jedoch eine Entsiegelung möglich – und sinnvoll, da dies einen sehr positiven Einfluss auf die Natur hat. Doch auch bei Nutzflächen ist nicht selten zumindest eine Teilentsiegelung möglich. Erfahren Sie mehr bei UHRIG.

Was geschieht bei einer Entsiegelung?

Gebäude, Straßen und andere bauliche Strukturen sorgen dafür, dass bestimmte Flächen versiegelt werden – also vollständig von natürlichen Kreisläufen abgeschnitten sind. Dies wirkt sich sehr negativ auf die Bodenqualität aus und verhindert zudem, dass Niederschläge normal versickern können. So kann sich das Grundwasser nicht mehr ausreichend regenerieren. Der natürliche Wasserkreislauf droht aus den Fugen zu geraten.

Um Überschwemmungen zu verhindern, sind stattdessen Systeme zur gezielten Entwässerung zu errichten, damit der Abfluss des Regenwassers auf den  versiegelten Flächen möglich ist. Für Kanalisationen bedeutet dies die Aufnahme und Verarbeitung zusätzlicher Wassermassen, die bei fehlenden Kapazitäten Kanäle und Klärwerke überlasten können, wodurch sich Rückstaue bilden oder nur unzureichend gereinigtes Abwasser in die Vorflut ausgeleitet werden muss.

Der beste Weg, diese Probleme zu vermeiden, ist logischerweise, die Flächenversiegelung von vornherein einzuschränken. Dies geschieht auf behördlicher Ebene mit Instrumenten der Raumordnung und Stadtplanung – so bestehen in Deutschland strenge Raumordnungsgesetze und Flächennutzungspläne. In baulicher Hinsicht ist es möglich, etwa beim Bau von Straßen, Wegen und Plätzen teils wasserdurchlässige Baustoffe wie Pflaster oder Rasengittersteine zu verwenden. Bedingen Bauprojekte eine besonders große Flächenversiegelung, ist die Kompensation an anderer Stelle durch die Schaffung von ökologischen Ausgleichsflächen eine weitere Option. Hierzu zählen etwa das Anlegen von Rasenflächen, Hecken und Feuchtgebieten oder die Renaturierung von Flüssen, Bächen und Mooren.

Doch auch versiegelte Flächen lassen sich wieder entsiegeln, wenn bestimmte bauliche Strukturen nicht mehr benötigt werden – zum Beispiel Bauwerke auf Brachflächen oder obsolet gewordene Verkehrswege – sofern sich daraus keine Gefahren für Böden und Grundwasser durch Altlasten ergeben. So ist es möglich, die natürlichen Bodenfunktionen wiederherzustellen, den Grundwasservorrat aufzufüllen und die Kanalisation zu entlasten. Hierfür müssen zunächst einmal alle versiegelnden Schichten wie zum Beispiel Beton, Asphalt oder Pflaster entfernt werden. Selbiges trifft ebenfalls (anteilig) auf Fundamente, Tragschichten und Unterfütterungen aus Beton und Stein, Schotter, Kies oder Splitt zu. Im Anschluss muss außerdem die Bodenverdichtung rückgängig gemacht werden, zum Beispiel mit Grab- und Fräsgeräten.

 

Wieso ist die Entsiegelung von Flächen sinnvoll und wichtig?

Nach abgeschlossener Entsiegelung ist ein natürlicher Austausch von Gasen und Flüssigkeiten mit der Luft wieder möglich, wodurch sich die Bodenqualität sukzessive verbessern kann. Hierbei lässt mit dem Eintrag fruchtbaren Neubodens oder Düngemitteln auch künstlich nachhelfen. Dies geschieht jedoch nur selten. Vielmehr sollte auf sogenannte Pionierpflanzen wie Birke, Saalweide, Löwenzahn oder Natternkopf gesetzt werden. Auch entsiegelte Flächen bieten Pflanzen und Tieren inklusive Bodenbewohnern wieder einen angemessenen Lebensraum, was der Biodiversität zuträglich ist. Besonders die Flora und Fauna, die auch mit trockenen und mageren Standorten gut klarkommt, kann zunächst von diesen Habitaten profitieren. Sie helfen mit, im Laufe der Zeit die Bodenbedingungen für andere Arten zu verbessern. Zudem wirken sich mehr Grünflächen ungemein positiv auf das Stadtklima aus und beugen durch ihre Verdunstungskälte Hitzewellen und den damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken für Menschen und Tiere vor.

Einer der größten Vorteile ist selbstverständlich, dass bei einer Entsiegelung die natürliche Versickerung wiederhergestellt wird. Folglich belasten Starkregenereignisse die Kanalisation weniger und die Gefahr von Rückstauen und Überschwemmungen lässt sich drastisch reduzieren. Auch bei vielen Nutzflächen ist im Hinblick darauf zumindest eine Teilentsiegelung möglich, etwa durch die Nutzung wasserdurchlässiger Beläge wie Splitt, Gitter- und Porenpflaster oder Holzroste für Höfe, Terrassen Einfahrten, Parkplätze und Ähnliches. In stark bebauten Gebieten kann sogar bereits eine Dach- oder Fassadenbegrünung durch ihre Speicherwirkung große Mengen an Niederschlag zurückhalten und dann durch Verdunstung schonend wieder an die Umwelt abgeben. Auch dies ist dem Stadtklima zuträglich und ein wichtiger Aspekt des Konzepts „Schwammstadt“.

Ein weiterer Vorteil und Anreiz für Grundstücksbesitzer: Vollständig entsiegelte Flächen unterliegen keinen Niederschlagswassergebühren. Die Entsiegelung von Brachflächen ist also auch aus finanzieller Hinsicht wünschenswert.

 

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