Mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs entfällt in Deutschland jährlich auf das Bereitstellen von Wärme – sei es zum Heizen, zur Warmwasserbereitung oder für andere Zwecke. Das Verwenden günstiger und umweltfreundlicher Wärmequellen stellt somit einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaschutzziele dar, bietet Wärmelieferanten und -verbrauchern darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, Kosten zu sparen. UHRIG verrät Ihnen, warum dabei gerade dem Abwasser in Zukunft eine besondere Rolle zukommt.

Effiziente Wärmeversorgung durch Abwasserwärmenutzung

Beim Heizen mit Abwasser dient ein Abwasserkanal oder in einigen Fällen auch der Auslauf eines Klärwerks als Wärmequelle für den Betrieb einer Wärmepumpe. Diese entnimmt dem Abwasser über im Kanal bzw. im Klärwerk installierte Abwasserwärmetauscher einen Teil seiner Wärme und hebt deren Temperatur unter Einsatz von elektrischem Strom auf das gewünschte Niveau an. Anschließend wird die Wärme über ein Fern- oder Nahwärmenetz an Abnehmer verteilt, welche damit wie üblich heizen oder das Nutz- und Trinkwasser erwärmen.

Gegenüber anderen Wärmequellen, mit denen ein Wärmenetz betrieben werden kann, hat das Abwasser mehrere bedeutende Vorteile. Zum einen ist es überall dort vorhanden, wo Menschen leben und arbeiten und wo dementsprechend auch Wärme benötigt wird. Ein Heizwerk kann also mithilfe von Abwasserwärmepumpen die benötigte Wärme in direkter Nähe zu den Verbrauchern erzeugen und über besonders kurze Wege an diese verteilen. So steigt die Effizienz des Wärmenetzes, denn auf den kurzen Transportwegen kann kaum Energie verloren gehen. Außerdem lässt sich die Menge des anfallenden Abwassers für Jahrzehnte sehr exakt prognostizieren. Das bietet Planungssicherheit.

Zum anderen arbeiten Wärmepumpen durch die ganzjährig hohe und vergleichsweise stabile Temperatur des Abwassers von etwa 10 und 20° C besonders effizient. Ihr Stromverbrauch sinkt, weil die Temperaturdifferenz zwischen der aus dem Abwasser bezogenen und der ins Wärmenetz eingespeisten Wärme geringer als bei anderen Wärmequellen ist. Das gesamte System profitiert somit von einer hohen Energieeffizienz. Klimafreundlich ist das Heizen mit Abwasser zudem noch aus einem anderen Grund: CO2 fällt allein bei der Produktion des Stroms an, der für den Betrieb der Wärmepumpe benötigt wird. Mit Fortschreiten der Energiewende wird das Heizen mit Abwasser also ganz von allein immer umwelt- und klimafreundlicher. Kommt ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Solarenergie zum Einsatz, ist es sogar heute schon vollkommen CO2-neutral.

 

Klimaschutz und Kostenersparnis in einem

Angesichts dieser Vorteile ist es erstaunlich, dass das Heizen mit Abwasser nicht längst weiter verbreitet ist. Denn tatsächlich ging die erste Abwasserheizung schon 1986 in Betrieb. Seither versorgt eine Abwasserwärmepumpe in der Kläranlage Waiblingen mehrere kommunale und private Abnehmer mit Wärme. Jährlich spart die Stadt allein auf diese Weise rund 280.000 Liter Heizöl und damit etwa 750 Tonnen CO2 ein. Das große Potential der Abwasserheizung ist hier und in anderen umgesetzten Projekten deutlich zu erkennen.

Tatsächlich ist es vor allem ein Mangel an öffentlichem Bewusstsein für die Möglichkeiten der Abwasserwärmenutzung, der den größeren Ausbau der Technologie bisher verhinderte. Angesichts der immer drängenderen Klimakrise, aber auch im Interesse langfristiger Kostenersparnis ist ein Umdenken gefragt. Deutschland braucht nicht nur die Energiewende, sondern auch eine Wärmewende!

Die enervis energy advisors GmbH hat in einer von UHRIG in Auftrag gegebenen Studie eindrucksvoll dargelegt, dass das Erschließen der Abwasserwärme nicht nur an zahlreichen Standorten machbar, sondern auch stets volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Bei entsprechender Umsetzung ergeben sich aus der Technologie oftmals sogar negative CO2-Vermeidungskosten. Sie ist also nicht nur klimafreundlicher, sondern auch günstiger als die herkömmliche Wärmeversorgung z. B. mit Heizöl oder Erdgas. Die Abwasserwärmenutzung und damit auch das Heizen mit Abwasser wartet zudem mit einem weiteren Vorteil auf: Im Sommer lassen sich Wärmepumpen in umgekehrter Richtung als Kältemaschinen betreiben. Sie transportieren dann die Wärme aus den angeschlossenen Gebäuden in das Abwassernetz. Es ist also auch die umgekehrte Richtung und damit ein Kühlen mit Abwasser möglich. Bei geringen Mehrkosten lassen sich hier oft hohe Gewinne erzielen.

Konnten wir Ihr Interesse wecken? Wenn Sie sich für eine klimafreundliche und zugleich kostensparende Wärmeversorgung öffentlicher und / oder privater Abnehmer interessieren, dann treten Sie mit uns in Kontakt! Als eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Nutzung von Abwasserenergie unterstützt Sie UHRIG gern bei der Umsetzung Ihres Projekts!

Ihr Ansprechpartner

Stephan von Bothmer
Leitung Geschäftsbereich
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