Verrohrung findet immer dann statt, wenn Menschen ein System zur Führung bestimmter Medien – in der Regel Flüssigkeiten oder Gase – benötigen. Dies betrifft etwa industrielle Prozesse, Heizungssysteme und natürlich essentielle Versorgungsnetze, also Heizöl und Erdgas bzw. Wasser und Abwasser. Auch der Prozess der Installation wird als Verrohrung bezeichnet und erfolgt gerade bei Abwassersystemen in der Regel unterirdisch. UHRIG stellt Ihnen die Anwendungsgebiete und Verlegungsverfahren genauer vor.

Die vielfältigen Einsatzgebiete von Verrohrungen

Menschen benötigen Rohre für eine Vielzahl von Aufgaben und Prozessen, von alltäglichen bis hin zu stark spezialisierten. Schon ein durchschnittlicher Haushalt ist ohne die nötigen Leitungssysteme kaum vorstellbar. Ohne die passende Verrohrung gäbe es kein fließendes Wasser, welches zur Körperpflege, zum Waschen von Kleidung, zum Kochen oder einfach zum Trinken genutzt werden kann. Viele für uns selbstverständliche Routinen wären entweder undenkbar oder aber nur mit großem Mehraufwand durchführbar. Auch moderne Heizsysteme lassen sich nur mithilfe von Rohrnetzen realisieren, welche erwärmtes Wasser von der eigentlichen Heizung (Brennwertkessel, Wärmepumpe, usw.) in bzw. durch die Heizkörper oder die Leitungen von Flächenheizungen führen.

Während in Wohngebäuden in der Regel lediglich standardisierte Leitungssysteme zum Einsatz kommen, ist es in der Industrie deutlich komplizierter. Hier muss die Verrohrung von Anlagen genau auf die Prozesse zugeschnitten sein, die zu bewältigen sind. Dies kann etwa die Führung von Chemikalien sein, das Standhalten von starkem Druck oder extremer Hitze, enorme Präzision bei der Dosierung der Ausleitung und Ähnliches. Viele Fertigungsverfahren stehen oder fallen mit der optimalen Dimensionierung, Architektur und Einstellung der Leitungssysteme und sämtlicher dazugehöriger Aggregate. Bei Erdbohrungen, etwa bei der Grundwassererschließung, Erdöl- oder Erdgasförderung oder Nutzung von Geothermie gelten darüber hinaus noch eine Vielzahl weiterer Sicherheitsbestimmungen, um das Bohrloch zu stabilisieren und eine Kontamination von Böden und Bodenwasser durch eventuell austretende Fördersubstanzen zu vermeiden.

Selbstverständlich ist die Verrohrung in Haushalten und in anderen Gebäuden nur ein kleiner Teil des essentiellen Leitungssystems. Um Wasser und Heizmaterial (Öl, Gas) überhaupt vom Förderort oder Speicher an den Ort der Nutzung zu befördern, sind ebenfalls lange und komplexe Rohrnetze vonnöten. Im Falle der Nutzung von Wasser muss sich auch eine angemessene Entsorgung anschließen. Abwasser ist meist durch Wasch- und Spülmittel, Essensreste oder aber menschliche Ausscheidungen verunreinigt. In der Industrie sind es oft noch andere, teils gefährliche Stoffe. Folglich kann Abwasser nicht einfach „weggekippt“ werden. Um die Umwelt- bzw. Gewässerverschmutzung zu vermeiden, die von Abwasser ausgehen kann, wird dieses über die Kanalisation zu Aufbereitungsanlagen – also Klärwerken – transportiert. In den Kläranlagen erfolgt  eine mechanische, biologische und chemische Reinigung. Erst nach der Abscheidung und Filterung aller Schadstoffe kann das Wasser wieder bedenkenlos dem natürlichen Wasserkreislauf durch die Einleitung in die Vorfluter zugeführt werden.

Verrohrung kommt auch beim Hochwasserschutz zum Einsatz. So werden teilweise kleinere Flüsse und Bäche verlegt oder neue Flutkanäle geschaffen, um Wassermassen schneller aus bewohntem Gebiet abzuleiten.

 

Wie erfolgt die Verrohrung in technischen Systemen?

Zur Installation verschiedener Leitungssysteme sind unterschiedliche Verfahren nötig. Oberirdische Rohrnetze erfordern in der Regel den geringeren Aufwand. Hier werden die Leitungen lediglich positioniert und das System schließlich mit verschiedenen Techniken wie Verschraubung, Schweißen, Presspassungen und Ähnlichem zusammengefügt. Bei der Verrohrung von Erdbohrungen (eine so genannte „Rohrtour“) werden mit dem Bohrprozess verschiedene Rohre – etwa Stand-, Anker- und Förderrohr – in das Bohrloch eingezogen und anschließend durch das Einbringen von Zement oder vergleichbaren Baustoffen stabilisiert.

Der Bau der Ver- und Entsorgungsnetze erfolgt überwiegend unterirdisch. Hier ist es etwa vonnöten, das Erdreich vorher auszuheben, also Baugräben zu errichten, und in diesen schließlich die Verrohrung zu verlegen. Diese Form des Rohrleitungsbaus ist allerdings nicht nur mit einem hohem baulichen Aufwand verbunden, sondern sorgt ebenfalls für massive Behinderungen an bereits bebauter Oberfläche. Um zum Beispiel den Rückbau von Straßen und damit einhergehende Verkehrsbeeinträchtigungen zu vermeiden, kommen zur Verlegung von Rohren heutzutage überwiegend grabenlose Verfahren – so genannte „No-Dig“-Technologie – zum Einsatz. Hier sind lediglich Zugangs- und Austrittsschächte erforderlich. Die restlichen Prozesse erfolgen unterirdisch mittels Erdraketen und anderen Rammen, Bohrapparaturen und ähnlichen Systemen. Somit lassen sich zum Beispiel auch Gebäude, Schienen und Gewässer problemlos unterqueren. Die Reduzierung des baulichen Aufwands an der Oberfläche spart zudem Zeit und Baukosten ein. Ebenso wie die Errichtung kann auch die Wartung und Sanierung solcher Leitungssysteme unterirdisch durchgeführt werden, etwa mit Kamerawagen, Quick-Lock-Manschetten und Inlinern.

 

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