Wasser ist ein hohes Gut – und gerade trockene Gebiete sowie Regionen mit unregelmäßigen Niederschlägen oder niedrigem Grundwasserstand haben oft Probleme mit der Wasserversorgung. In diesem Fall kommen Zisternen schon seit Jahrhunderten zum Einsatz, um Wasser für Trink- oder Nutzzwecke zu speichern. Die Bauten sind bereits für die Stein- und Bronzezeit nachgewiesen. Sie ermöglichten erst die Entstehung verschiedener Kulturen. Auch Deutschland wird in Zukunft - bedingt durch den Klimawandel und das damit verbundene Extremwetter – mit Trockenzeiten zu kämpfen haben. Deswegen werden auch hier Zisternen immer wichtiger. Erfahren Sie mehr bei UHRIG.

Wie funktioniert eine Zisterne?

Eine Zisterne ist ein unterirdischer Sammelbehälter für Brauchwasser, in einigen Fällen auch für Trinkwasser. Hauptbaustoffe zur Errichtung waren früher überwiegend große Steinblöcke und Mauerwerk, später auch Beton. Heutzutage kommen neben wasserdichtem Beton auch Kunststoffe zum Einsatz. Die Größe kann je nach beabsichtigter Verwendung variieren. So existieren kleine Zisternen, die in den Boden von Privatgrundstücken versenkt werden, oder aber große Anlagen mit mehreren tausend oder zehntausend Kubikmetern Fassungsvermögen für die kommunale bzw. landwirtschaftliche Nutzung. Historische Zisternen für die Wasserversorgung ganzer Städte sind etwa als gewaltige, begehbare Gewölbe konzipiert. Berühmt ist beispielsweise die Anlage „Chand Baori“ (in Abhaneri im indischen Bundesstaat Rajastan). Hierbei handelt es sich um einen Treppenkomplex mit über 1.000 Stufen. Auch die Yerebatan-Zisterne in Istanbul, die ehrfürchtig als „versunkener Palast“ bezeichnet wird, hat eine lange Geschichte. Der von Kaiser Konstantin in Auftrag gegebene Wasserspeicher hat ein Fassungsvermögen von bis zu 80.000 Kubikmetern und ist bis heute im Einsatz.

Auch moderne Zisternen sind in ihrer Funktion meist simpel. Regenwasser gelangt entweder durch Versickerung, in den meisten Fällen jedoch über spezielle Rohrleitungen in den Tank und füllt diesen auf. Um eine ausreichende Wasserqualität zu gewährleisten, sind für gewöhnlich verschiedene Filter vorgeschaltet. Hierbei kann es sich um einfache Mineralfilter (zum Beispiel Sand- oder Kiesfilter) oder spezielle mechanische Filtertechniken handeln, etwa Textilien, Siebe oder Wirbel. Nach dem Passieren des Filters fließt das Wasser schließlich in die Zisterne. Ist die Kapazität des Tanks erreicht, so wird überschüssiger Niederschlag über einen Überlauf abgeführt und zur Versickerung auf Freiflächen oder in die Kanalisation ausgeleitet (sofern genehmigt). Zur Nutzung des gesammelten Wassers werden heutzutage Tauch- oder Saugpumpen eingesetzt, die es direkt in eine Brauchwasserleitung befördern. Diese kann dann etwa in einen Anschluss für die Landschafts- oder Gartenbewässerung münden oder aber direkt mit Verbrauchsgeräten – in privaten Haushalten etwa Waschmaschine oder WC – verbunden sein. Früher kamen selbstverständlich primitivere Hebe- und Schöpfwerke zum Einsatz, etwa Schöpfräder oder Schwingbäume.

 

Wofür können Zisternen genutzt werden?

Hauptverwendungszweck für Zisternen ist die Gewinnung von Brauchwasser, gerade in eher trockenen Regionen. Hier wird es überwiegend für die Landwirtschaft eingesetzt, aber auch Haushaltsgeräte und sanitäre Anlagen (überwiegend WCs) lassen sich damit versorgen. Das spart große Mengen Trinkwasser ein. Im privaten Umfeld dienen die in der Zisterne gesammelten Niederschläge überwiegend der Gartenbewässerung. Hier ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass Regenwasser im Gegensatz zu Wasser aus der Trinkwasserleitung überwiegend frei von Kalk ist. In der Industrie kann gesammeltes Zisternenwasser in einigen Fällen auch eine günstige Möglichkeit darstellen, um an Betriebswasser zu gelangen.

Zisternenwasser lässt sich nur bedingt als Trinkwasser nutzen und dies geschieht auch nur in wenigen Fällen. Die Belastung mit Verunreinigungen wie Vogelkot, Laub, Staub, Erde und den daraus resultierenden Keimen ist zu hoch, obwohl Filtermechanismen die groben Verschmutzungen beseitigen. Dennoch ist vor der Verwendung als Trinkwasser eine gründliche Entkeimung des Wassers aus der Zisterne erforderlich, zum Beispiel durch Abkochen oder chemische Verfahren. Dies rentiert sich nur selten.

Neben der Nutzung für die Bewässerung von Äckern, Gärten und anderen Grünflächen sowie der Nutzung in Haushaltsgeräten oder bei industriellen Prozessen dienen Zisternen auch dazu, Löschwasser für die Feuerwehr bereitzustellen, wenn ansonsten nur eine unzureichende Wasserversorgung gegeben ist. Vorteil hierbei ist, dass die Tanks nicht von einem Leitungsnetz abhängig sind. Nachteilig ist selbstverständlich anzumerken, dass es sich hierbei um erschöpfliche Löschwasserstellen handelt – ähnlich wie Löschteiche.

Zudem werden Zisternen auch in der Kanalisation eingesetzt und erfüllen hier überwiegend die Funktion von Regenrückhaltebecken. Dabei stellen sie neben der Akkumulation von Brauchwasser gleichzeitig sicher, dass schwere Niederschlagsereignisse die Abwasserkanäle sowie die Klärwerke nicht überlasten. Hierdurch wird zum einen verhindert, dass es zu Rückstauen kommt, die dann etwa Keller, Bäder oder Straßen fluten. Zum anderen sorgt der Zwischenspeicher dafür, dass Kläranlagen nicht mit mehr Wasser aus der Kanalisation gespeist werden, als sie bewältigen können. Tritt dieser Fall ein, so muss womöglich eine Einleitung von nur teils oder gänzlich ungeklärten Abwässern in die Vorfluter erfolgen, was unsere Gewässer und das Grundwasser verunreinigt und die Trinkwassergewinnung erschweren oder gar gefährden kann.

 

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