Durch die Strömung des Wassers in Flüssen werden auch Sedimente und größere Feststoffe transportiert. Hierdurch kommt es zur Erosion des Flussbetts und gegebenenfalls zu starken Veränderungen im Flusslauf. So bricht flussaufwärts verstärkt Material heraus und Flüsse graben sich tiefer ins Gelände, flussabwärts hingegen reichert sich der Fluss mit Ablagerungen an. Um dem entgegenzuwirken werden an Ober- oder Mittelläufen Geröllsperren errichtet. Erfahren Sie mehr zu den Wasserbauwerken bei UHRIG.

Was ist der Zweck von Geröllsperren?

Die Errichtung von Geröllsperren dient dazu, verschiedene Faktoren in einem sowie um einen Flusslauf herum zu verbessern. So werden die Wasserbauwerke vorrangig zur Verminderung von Erosionen in Flussbetten und zur Verlangsamung der Strömung genutzt, gerade in Schluchten. Die Strömungsregulierung kann dabei nicht nur der Stabilisierung des Flusses dienen, sondern ebenfalls dem Hochwasserschutz sowie der Grundwassererneuerung in bestimmten Arealen. Darüber ist es zum Beispiel auch möglich, das Umland des Flusses ökologisch zu beeinflussen und zu renaturieren. So lassen sich Geröllsperren auch gezielt dazu einsetzen, Vegetation für die Beweidung von Regionen wieder anzusiedeln oder bessere Bedingungen für die Landwirtschaft in Flussnähe zu schaffen.

Bei Geröllsperren, häufig auch als Geschiebesperren bezeichnet, kann es sich um temporäre oder aber permanente Bauten handeln. Erstere sind meist kleinere und einfacher gebaute Strukturen, die nur wenige Jahre halten müssen. Sie dienen hauptsächlich der (Neu-)Schaffung der Vegetation in erodierten Gebieten. Wurde eine beständige Vegetation wiederhergestellt, können sie wieder entfernt werden. Permanente Geröllsperren hingegen sind größere und stabilere Bauten, die mehrere Jahrzehnte halten und auch Fluten überstehen sollen. Sie dienen der dauerhaften Strömungsregulierung in schwer von Erosion betroffenen Gebieten.

Geröllsperren sind eine vergleichsweise kostengünstige und einfache Methode, Gewässerkorrekturen durchzuführen. Ebenso ist die Erstellung und Nutzung weitaus nachhaltiger als die Errichtung anderer Wasserbauwerke zur Strömungsregulierung und dem Erosionsschutz. Aufgrund der hohen Flexibilität der Bauwerke und des vergleichsweise simplen Aufbaus lassen Sie sich problemlos in allen Teilen der Welt realisieren.

 

Was ist bei der Errichtung von Geröllsperren zu beachten?

Für den Bau von Geröllsperren können verschiedene Materialien zum Einsatz kommen, etwa Holzverschläge und Pfähle, Steine, Gabionen, Beton, Stahlgitterkonstruktionen oder einfache Sandsäcke. Bei permanenten Strukturen werden dabei logischerweise beständigere Baustoffe genutzt und die Verarbeitung erfolgt auch weitaus sorgfältiger. In der Regel werden in einem Fluss mehrere Geröllsperren zur optimalen Strömungsregulierung und Rückhaltung von Feststoffen errichtet, wobei die Konstruktion flussaufwärts beginnt und zusätzliche Sperren immer weiter flussabwärts hergestellt werden.

Beim Bau einer Geröllsperre ist immer darauf zu achten, dass das Wasserbauwerk fest an den Ufern sowie im Flussbett verankert wird. Nur so kann über die Nutzungsdauer eine angemessene Stabilität gewährleistet und ein Unterspülen der Struktur verhindert werden. Auch ist die Sperre regelmäßig zu warten, um eine dauerhafte Integrität sicherzustellen. Ist der Hauptzweck des Wasserbauwerks die Strömungsregulierung, so muss sie nicht zwangsläufig von Ablagerungen geräumt werden. Auch im Falle einer Versandung oder dem Ansammeln von größeren Festkörpern wie Geröll und Geschiebe vermindert es weiter effektiv die Strömungsgeschwindigkeit im Flusslauf – eine Überspülung ändert daran wenig. Dient die Geröllsperre jedoch vorrangig der Rückhaltung von Sedimenten und deren Eintragung in den unteren Flusslauf, so ist sie regelmäßig auszubaggern, um den Raum zur Stauung der Ablagerungen zu erhalten.

Eine Geröllsperre kann durchaus auch dem Hochwasserschutz dienen. Da der Durchlass des Querbauwerkes nur ein bestimmtes Volumen erlaubt, ist die Geröllsperre in der Lage, zunächst bei Starkregenereignissen einen Teil des Wassers zurückzuhalten. Erst wenn das Wasser im Rückhalteraum so hoch steigt, dass es die Sperre überspült, fließen die Wassermassen dann unkontrolliert ab. Das ist jedoch nur bei sogenannten „Jahrhundertereignissen“ der Fall. Geröllsperren sind in der Regel so ausgelegt, dass sie mit normalen Niederschlägen problemlos umgehen können. Im Gebirge können diese jedoch bereits große Regenmengen mit sich führen. Daher sind die Rückhaltegebiete normalerweise entsprechend groß ausgelegt. Die Hochwassergefahr am Unterlauf lässt sich so deutlich verringern, weil ein Teil der Niederschläge die Gelegenheit bekommt, natürlich zu versickern. Der andere Teil wird schließlich erst verzögert ins Flusssystem abgegeben.  

 

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