Um den diversen Problemen der zunehmenden Verstädterung – etwa in Fragen der Energieversorgung, des Umweltschutzes und der Mobilität – zu begegnen, sind alte Wohnkonzepte schon lange überholt und damit ungeeignet. Ein geordnetes und vor allem zukunftsfähiges Wachstum erfordert eine umfassende Planung und die Einbindung innovativer Technologien wie etwa regenerative Energie- und Klimatechnik, E-Mobilität und mehr. Das „Neue Wohnen“ bewegt sich daher immer mehr in Richtung Quartierslösungen und Dezentralisierung. UHRIG klärt auf.

Was genau ist Neues Wohnen?

Das Neue Wohnen der heutigen Zeit bezeichnet in der Regel Wohn- und Bauprojekte, bei denen Menschen verschiedener Einkommens- und Altersklassen miteinander in einer Gemeinschaft leben. Die Konzepte werden von Grund auf individuell geplant und orientieren sich deutlich stärker an der bestehenden Wohnungsnachfrage und den Bedürfnissen der beabsichtigen Zielgruppen als der Standard-Wohnungsbau. Ziel ist es nicht nur, eine aufgeschlossene, kooperative und engagierte Nachbarschaft zu erschaffen, sondern auch weitere Aspekte des Zusammenlebens zu optimieren: Neues Wohnen wertet das Stadtbild durch eine ansprechende und diverse Baukultur auf. Es ist aber gleichzeitig auch wegweisend in puncto Nachhaltigkeit und Achtsamkeit, indem es beispielsweise innovative Technologien bei der Energieversorgung, der Wasser- und Abfallwirtschaft oder bei der Mobilität einbindet und so neue Standards setzt. So gelingt es, die Siedlungsinfrastruktur nachhaltiger zu gestalten. Folglich kann Neues Wohnen einen großen Beitrag zu den verschiedenen Aspekten des Zusammenlebens in der Zukunft leisten: von soziokulturellen Faktoren über eine höhere Wirtschaftlichkeit bis hin zum Umweltschutz und Klimaschutz. Die bessere Planbarkeit von Neuen Wohnen-Projekten hilft dabei, zukunftsfähige Ideen, Techniken und Infrastrukturen leichter umzusetzen und aus den vielfältigen Vorteilen für die Zukunft eine Norm zu formen. So lassen sich neue Rahmenbedingungen bereits heute testen.

 

Welche Potentiale bietet Neues Wohnen?

Neues Wohnen hat viele Vorteile gegenüber klassischen bzw. heutzutage fast schon veralteten Wohnkonzepten – nicht nur in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht. Durch das Berücksichtigen der gewachsenen  Ansprüche bieten die neuen Quartierslösungen eine Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Der Umgang mit anderen Menschen verschiedener Altersgruppen und Kulturen gibt neue Einblicke in andere Lebensstile und Milieus. Er baut Gräben ab, fördert somit das Verständnis sowie den Respekt und sorgt so für mehr Zusammenhalt in der Gemeinschaft. Nachbarschaften werden sozial stabiler. Durch das Mehr an Miteinander ist das Risiko, zu vereinsamen, geringer. Eine altersgerechte und barrierefreie Planung mindert auch die Sorge vor dem Älterwerden und den damit einhergehenden Bedenken, wie sich das spätere Leben nach dem Wegfall der Berufstätigkeit, eventueller Kinderlosigkeit und altersbedingten Beeinträchtigungen gestaltet. Doch nicht nur für Senioren existieren gezielt angelegte Wohnkonzepte. Andere zielgruppenorientierte Projekte bieten etwa besonders „lebendigen“ Menschen die Chance, in einer kommunikativen, kreativen und aktiven Gemeinschaft zu leben und mit Gleichgesinnten die Freizeitgestaltung sowie öffentliches oder politisches Engagement anzugehen. Auch an die alltäglichen Herausforderungen für junge Familien denkt das Neue Wohnen und sucht nach praktikablen Lösungen – beispielsweise durch kurze Wege zu Kita, Schule, Sportstätten und Spielplätzen.

Neben den soziologischen Vorteilen wirkt sich Neues Wohnen auch positiv auf die Stadtarchitektur aus. Statt tristen Reihen von Plattenbauten bieten die modernen Quartierslösungen eine anspruchsvolle, ästhetisch durchdachte und vor allem vielfältige Gestaltung sowie mehr Grün. Betonwüsten? Das war einmal! Auch wichtige Aspekte der Baubiologie und Nachhaltigkeit werden bei der Errichtung neuer Wohnkonzepte berücksichtigt, etwa die Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe und/oder eine energiesparende Bauweise. Die Planung von Gemeinschaftsräumen und -arealen – etwa Grünflächen – fördert zusätzlich den soziokulturellen Austausch. Durch clevere Konzepte und Konstruktionen lässt sich der verfügbare Raum auch deutlich besser nutzen, als es einfache Hochhäuser tun. Vielfach entstehen zum Beispiel Gemeinschaftsgärten – oftmals auf begrünten Dächern – als Begegnungsorte.

 

Neues Wohnen sucht gezielt Einsparpotenziale

Zusätzlich zu all diesen Aspekten bieten moderne Wohnkonzepte ebenfalls einen großen ökonomischen und ökologischen Nutzen. Einige werden durch die Eigeninitiative der Wohngemeinschaft bedingt. Viele Initiativen drängen auf Müllvermeidung. Plastikfreiheit wird hier beispielsweise als hohes Gut angesehen. Andere ergeben sich schlicht aus der Dezentralisierung verschiedener, die Versorgung und andere Infrastruktur betreffender Aspekte. Schon bei der Realisierung des Projekts können bauliche und organisatorische Selbsthilfe die Stadt stark entlasten. Selbiges gilt auch für die Unterstützung bei der Instandhaltung und Pflege des Quartiers. Die bessere Planbarkeit des Konzepts erleichtert es zudem, wirtschaftliche und umweltfreundliche Technologien zur Energie- und Wärmebereitstellung zu integrieren, zum Beispiel Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, Abwasserwärmerückgewinnung zum Heizen und Kühlen, Nahwärmenetze und bedarfsgerechte Energiespeicher. Kürzere Transportwege durch eine dezentralere Bereitstellung von Strom und Wärme mindern des Weiteren Energieverluste und sparen somit Geld, Ressourcen und CO2-Emissionen. Nicht zuletzt können die einzelnen Wohngemeinschaften je nach eingesetzten Versorgungslösungen auch unabhängiger von der Stadt und ihren zentralen Versorgern selbst agieren, was eine höhere Preisstabilität und somit eine weitere Kostensenkung bedingt.

Die Umsetzung zukunftsfähiger Quartierskonzepte erfordert ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Bau- und Versorgungsbranchen, um die individuellen Projekte optimal auf die Bedürfnisse der späteren Anwohner zuzuschneiden. In vielen Aspekten kann UHRIG Sie dabei unterstützen. Als Experte in allen Fragen des Tiefbaus und des Kanalbaus mit über 55 Jahren Erfahrung steht Ihnen unser Unternehmen gern bei der Realisierung von Neuem Wohnen-Projekten in Ihrer Stadt oder Gemeinde zur Seite. Mit unserem Therm-Liner haben wir eine patentierte Lösung gefunden für die Nutzung einer kostengünstigen, erneuerbaren Energie-Ressource – das Abwasser. Denn in der Kanalisation unter uns verbirgt sich ein enormes Energiepotenzial, was derzeit leider noch viel zu selten genutzt wird. Heizen und Kühlen mit Abwasser ist längst keine ferne Science-Fiction mehr, sondern Realität. Es ist nachhaltig, kostengünstig und fast überall problemlos installierbar – selbst nachträglich in bereits existierenden Abwassersystemen. Melden Sie sich einfach bei uns – entweder telefonisch, per Mail oder über unsere Webseite. Wir bieten kompetente Beratung und tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung Ihres Bauvorhabens beim Neuen Wohnen.

Ihr Ansprechpartner

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Leitung Geschäftsbereich
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Gute Gründe für Uhrig
Nachhaltigkeit & Umweltschutz

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Mit über 55 Jahren Erfahrung im Tiefbau und Kanalbau, wissen wir, worauf es bei unseren von Anfang bis Ende durchdachten Komplettlösungen ankommt, damit wir ein betriebsbereites Projekt übergeben können.

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