Die Entsorgung und Reinigung des in Haushalten und der Industrie erzeugten Abwassers ist eine immens wichtige Aufgabe, denn nur so verhindern wir gesundheitliche Risiken innerhalb von Siedlungen sowie die Verschmutzung von Gewässern und Grundwasser. Grundwasser wird häufig als Basis für die Trinkwasser-Aufbereitung genutzt und ist daher eine extrem wichtige Ressource, die es unbedingt zu schützen gilt. Aus diesem Grund kommt der Errichtung von Kanalisationen sowie der anschließenden Instandhaltung des Abwassernetzes eine enorm große Bedeutung zu. UHRIG erklärt Ihnen, wie letzteres vonstattengeht.

Wie erfolgt die Instandhaltung des Abwassernetzes?

Die Instandhaltung des Abwassernetzes unterliegt verschiedenen Fristen, die je nach Art und Belastung der Abwasserkanäle variieren können. So sind Kanäle und Schächte in Wasserschutz- und Wassergewinnungsgebieten sowie an Eisenbahnkreuzungen deutlich frequenter zu kontrollieren als „einfache“ Abwasserleitungen. Ebenso gelten besondere Fristen für die Kanäle selbst sowie für  Absperrvorrichtungen, Rückhalte- und Auslaufbauwerke. Des Weiteren müssen Abwassersysteme für Schmutz- und Mischwasser anders überprüft werden als jene für Regenwasser. Auch zwischen begehbaren und unbegehbaren Bestandteilen wird bei der Instandhaltung des Abwassernetzes unterschieden. All das ist Teil des integralen Kanalmanagements.

Die Sicherstellung eines korrekten Betriebs gliedert sich dabei in drei verschiedene Teile. Zunächst einmal ist eine Inspektion der Abwasserkanäle und sonstiger Anlagen erforderlich. Sie ermittelt im Rahmen der Dichtigkeitsprüfung bzw. Dichtheitsprüfung den Zustand der Rohre und Kanäle. Hierbei kann es sich um eine einfache Sichtprüfung bei begehbaren Bauwerken, Kanälen und Schächten handeln. Sind die zu inspizierenden Anlagen nicht durch Kanalarbeiter erreichbar, kommt in der Regel eine Kanal-TV-Untersuchung zum Einsatz. Bei dieser werden an Schläuchen oder auf Wagen montierte Kameras durch die Abwasserkanäle geführt bzw. gefahren und so der bautechnische Zustand akribisch dokumentiert. Bei sich abzeichnenden oder gar bestehenden Schäden müssen selbstverständlich die entsprechenden Schritte zur Behebung der Probleme in Angriff genommen werden.

Der Inspektion schließt sich bei Bedarf die Wartung und Reinigung an. Hierzu zählen zum Beispiel auch Funktionsprüfungen der einzelnen Anlagen. Dies schließt nicht nur die Bausubstanz mit ein, sondern ebenfalls technische Komponenten wie Schieber- oder Drosselvorrichtungen, Pumpen und Ähnliches. Ebenso werden Ablagerungen in den einzelnen Kanälen sowie deren Stör- bzw. Gefahrenpotential ermittelt. Die Reinigung der Kanalisation lässt sich mit verschiedenen Verfahren realisieren, hierzu zählen zum Beispiel Hochdruckspülverfahren („Kanalratte“) sowie Schwall- und Eigenwasserspülungen. Bei der Wahl des optimalen Verfahrens müssen neben deren Effizienz ebenfalls weitere Kriterien wie etwa Aufwand und baulicher Eingriff (auch an der Oberfläche) oder aber die sich daraus ergebende Umweltbelastung mit einbezogen werden.

Werden Schäden in der Kanalisation erkannt, so muss selbstverständlich eine Reparatur erfolgen. Dies kann etwa bei Betriebsstörungen oder in Wasserschutzgebieten Sofortmaßnahmen nach sich ziehen oder die Ausarbeitung eines umfangreichen Sanierungskonzepts bedingen. Je nach Art und Umfang des Schadens muss eventuell eine vollständige Erneuerung der Abwasserkanäle erfolgen oder es kommt zu punktuellen Reparaturen. Diese können sich in offener, Tunnel- oder gänzlich grabenloser Bauweise vollziehen. Sogenannte „No-Dig“-Verfahren haben den Vorteil, dass die Leitungen nicht mittels großer Baugräben freigelegt werden müssen, sondern von kleinen Einstiegsschächten aus saniert werden können. Hierdurch reduzieren sich nicht nur Aufwand und Kosten, sondern ebenfalls Behinderungen an der Oberfläche, etwa die Absperrung bestimmter Straßen. Altrohre lassen sich zum Beispiel durch einfachen Rohrvortrieb ersetzen, bei denen ein neues Rohr den bestehenden, fehlerhaften Kanal quasi zertrümmert und seinen Platz einnimmt. Weniger drastische Renovierungen lassen sich auch mit Lining-Verfahren oder Manschetten durchführen: Hier wird ein neues Rohr oder Rohrsegment einfach in das Altrohr eingebracht, fixiert und anschließend versiegelt. Ab sofort schützt es dieses von innen. Das Altrohr ist quasi wie neu.

 

Wie erleichtert nachhaltiges Bauen die Instandhaltung des Abwassernetzes?

Die Instandhaltung von Abwassernetzen beinhaltet jedoch nicht nur die Sichtung und Sanierung von Schäden, sondern ebenfalls auch die Prävention. Dabei stehen neben der Optimierung der Lebensdauer und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit auch die Kostenminimierung und die Umsetzung neuer Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsstandards im Vordergrund. Die Schadensvorbeugung kann dabei über unterschiedliche Maßnahmen realisiert werden. Präventivstrategien bieten im Allgemeinen immer eine höhere Betriebssicherheit und zugleich eine bessere Wirtschaftlichkeit als eine auf Schadensbeseitigung ausgerichtete Herangehensweise.

Schon die Wahl der verwendeten Baustoffe spielt bei der Instandhaltung von Abwassernetzen eine entscheidende Rolle. Diese müssen gegen Materialermüdung, mechanischer, chemischer und thermischer Belastung sowie weiteren Einflüssen resistent sein. Hier bieten sich etwa spezielle Kanalklinker an, aber auch verschiedene Kunststoffe und Betongemische finden Verwendung. Selbstverständlich müssen Bau- und Sanierungsverfahren auch angemessen geplant und auf die zu erwartenden Wassermengen sowie weiteren Belastungen zugeschnitten werden. Hierbei hilft eine umfassende Datenerhebung und -auswertung mittels Messtechnik, vorangegangener Dokumentationen und Schadensauswertungen sowie genau geführter Abwasserkataster. Das Bau- oder Reparaturverfahren selbst muss selbstverständlich auch von qualifizierten Unternehmen ausgeführt werden, die eben diese Daten, die Bodenbeschaffenheiten, äußere Einflüsse wie Grundwasser, Temperatur und möglichen Pflanzenwuchs, Verlegeanweisungen und weitere Kriterien berücksichtigen und sämtliche Arbeiten umfassend überwachen.

Ebenso ist für eine angemessene Instandhaltung der Abwassernetze die Beachtung und Förderung von technischem Fortschritt erforderlich. Hier gab es gerade bei der Kanalsanierung in den letzten Jahre bemerkenswerte Weiterentwicklungen. Gerade neue Technologien und Verfahren können Betrieb, Inspektion, Wartung und Sanierung der Kanalisation wirtschaftlicher, umweltfreundlicher sowie sozial vorteilhafter gestalten. Zum Fortschritt bei der Kanalbewirtschaftung und -reparatur zählen zum Beispiel neue Verlegemethoden und stabilere Liner, bessere und schnellere grabenlose Reparaturverfahren oder aber ebenso die Mitnutzung der Abwasserkanäle durch andere Versorgungsnetze. So ist es beispielsweise möglich, mittels Kabelführungsmodulen Kommunikationskabel in der Kanalisation zu verlegen und so separate Tiefbauarbeiten einzusparen. Auch die Nutzung der Abwasserwärme über Wärmetauscher und Wärmepumpen zum Heizen (oder im inversen Betrieb zur Raumkühlung) findet in den letzten Jahren als umweltfreundliche und effiziente Alternative zu konventionellen Heiz- und Kühlsystemen eine immer größere Beachtung. Studien zeigen, dass sich mit dem konsequenten Ausbau der Abwasserwärmerückgewinnung bis zu 14 % der deutschen Heizenergie decken ließe. Die Einsparung an fossilen Rohstoffen wäre ein Riesengewinn für den Klimaschutz, denn Abwasser fällt so oder so immer an.

 

Kanalbau hat einen Namen: UHRIG!

Benötigen Sie Unterstützung bei der Instandhaltung Ihrer Abwassernetze – ob Inspektion, Wartung oder Sanierung – dann wenden Sie sich an UHRIG. Unser Unternehmen ist seit [Erfahrungsjahre] Jahren im Tiefbau und insbesondere im Kanalbau tätig und hat sich mittlerweile einen Ruf als weltweit anerkannter Experte erarbeitet. Wir sorgen für ein effizientes Kanalmanagement, das den Anforderungen der Zukunft standhält. Dank UHRIG werden Ihre Kanäle smart, denn die digitale Technik hält auch in der Kanalisation Einzug. Selbstverständlich helfen wir Ihnen auch beim Ausbau der Kanalisation. Des Weiteren können Sie von uns eigens entwickelte Technologie für die Instandhaltung Ihrer Abwasserkanäle erwerben, darunter hochmoderne Messtechnik oder Quick-Lock-Manschetten zur minimalinvasiven Ausbesserung struktureller Defizite in den Leitungen. Nicht zuletzt bieten wir Ihnen ebenfalls Therm-Liner-Module zur effizienten Abwasserwärmerückgewinnung. Sie lassen sich einfach sogar in bestehenden Kanäle installieren. Interessieren Sie sich für unser breites Serviceangebot sowie unsere vielfältigen Produkte, dann kontaktieren Sie uns einfach telefonisch oder per Mail.

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